Wir erfahren immer nur die Wirkung dessen, was die Ursachen dafür sind. Dies deshalb, weil zum Zeit-punkt dessen, was wir als Wirkung erfahren, erleben und erleiden, die Konsequenzen schon einmal nicht gedacht werden und wenn, das ist viel schlimmer, darauf hingewiesen wird, dies mit einer Vehemenz und Argumenten mißachtet wird, die aus den Ursachen dann das entstehen läßt unter dem wir dann in der Ge-genwart auf den Abgrund zusteuern. Nun, die großen Probleme, die Europa im Gesamten betrifft, haben ihre Ursachen bereits im 19. Jahrhundert.

 

Nun, wir können dem damaligen Geist keinen Vorwurf machen, weil die Menschen und die vielen Gesell-schaften nicht mit dem Wissen der Gegenwart ausgestattet waren und die Interessen auch etwas anders gelegen sind, als heute. So sehe ich das Bestreben der europäischen Großreiche von damals Kolonien zu besitzen als einen staatlichen Wettbewerb. Dafür ist in der Gegenwart dieses Denken von den Wirtschafts-interessen abgelöst worden. Im Grunde genommen hat sich die Kolonisation nur privatisiert und die Staaten schützen und vertreten die Wirtschaftsinteressen, die wir als globalisierte Wirtschaft und freien Markt betiteln, damit es harmloser auf die Menschen wirkt.

 

Doch heute führen wir eine Kolonisation durch, die nicht durch die massenweise Präsenz von Menschen in den diversen Teilen der Welt erfolgt, sondern wir verwenden die Medien dazu. Besonders Fernsehen und Film. Die Wirkung ist damit durchaus stärker und besser, weil mit dem geringsten Aufwand wir von uns Bilder verbreiten, die weder mit der Wirklichkeit etwas zu tun hat, noch dafür geeignet ist, vor Ort den Menschen eine Zukunft zu zeigen. Wir haben erst einmal die natürlichen Strukturen zerstört, weil unsere Vorfahren und bis heute auch wir, glauben Anderen zeigen zu müßen, wie sie leben müßen. Und welches Erbe ist geblieben? Was haben die ehemaligen Kolonien von uns gelernt? Jedenfalls ist unser Erbe die Korruption und anderes Fehlverhalten.

 

Aber auch das kann unseren Vorfahren nicht zum Vorwurf gemacht werden, weil wir bis heute in deren Fußstapfen weitergehen. Nur anders und nicht mehr so, wie damals. Dennoch sind die Ursachen immer noch die Gleichen. Denn wir führen uns auf, als würden wir aus dem Paradies kommen und wären unvor-stellbar reich. An Dummheit sind wir sicher hinter den USA der reichste Kontinent. Wären wir ein intelli-genter Kontinent, dann würden wir statt die Länder auszubeuten, die Regierungen zwingen Verhältnisse zu schaffen, bei welchen die Menschen selbst durch Arbeit an der Verbesserung ihres Lebens arbeiten können. Dabei zu helfen ist die eine Sache, aber die Arbeit müßten die Menschen vor Ort erledigen. Aber solange wir das Geld als das einzige Ziel, welches erstrebenswert ist und damit die Käuflichkeit von Allem vorleben, dürfen wir uns auch niemals wundern, warum sich die Situation nie oder nur kaum ändert.

 

Und im 21. Jahrhundert immer noch Entwicklungshilfe zu leisten, ist zwar sicherlich notwendig, jedoch sollte daraus eine ernsthafte wirtschaftliche Kooperation werden. Nicht so, wie es die Großkonzerne ma-chen, sondern auf eine abgestimmte und jeweils auf die Situation angepaßte Art und Weise. Das heißt, nicht wir wissen was Andere brauchen, sondern es muß sich wie ein normales Geschäft abwickeln, also wer was braucht soll die Chance und Möglichkeit haben sich informativ an Europa zu wenden. Nur wir müßen aufhören Andere mit Zwang zu beglücken.

 

Diese Neuorientierung des Miteinanders ist auch für die Bekämpfung der Flüchtlingsströme, ob diese nun berechtigte Flüchtlinge sind oder nur Wirtschaftsflüchtlinge, ausschlaggebend. Denn die Wirtschaftsflücht-linge würden davon abgehalten werden nach Europa zu kommen, wenn ihnen die Chancen und Möglich-keiten vor Ort zu Hause geboten werden sich ihr Leben selbst durch Arbeit zu verdienen, weil im Gegenzug Europa neue Regeln für den Zuzug aufstellen kann und muß. Die Flüchtlinge, welche durch Kriege und Katastrophen zu uns kommen, bleiben natürlich unter dem Flüchtlingsstatus. Doch es könnte hier genauso eine viel härtere und stärkere Selektion stattfinden, weil schließlich sich hier nicht nur Betroffene befinden, sondern sich auch Täter tarnen, vor denen die echten Flüchtlinge fliehen.

 

Es sind viele bekannte Tatsachen, die auszusprechen gleich mit Diffamierungen beantwortet werden. Da aber diese gesamte Problematik wieder für parteipolitische, weltanschaulich-ideologische Zwecke miß-braucht wird, sind Lösungen oder Lösungsvorschläge immer unerwünscht. Trotzdem wird sich Europa, ob es nun den sogenannten europäischen Werten entspricht oder nicht, überlegen müßen, mit welchen Metho-den und Mitteln es sich wehren will. Gut, hier kann von der reinen Problematik ausgegangen werden oder auch zuerst einmal einen neuen philosophischen Ansatz gesucht werden und damit auch die Fragen neu stellen. Somit wären auch neue Gedanken und Idee möglich.

 

Natürlich glauben Gutmenschen, daß solche Gedanken und Ideen verboten werden oder müßten, aber den-ken kann niemand verbieten. Nur wer Gedanken und Ideen unterdrückt, ist entweder kein Demokrat oder kann nicht denken. Meistens trifft Beides zu. Und dennoch dienen Gedanken und Ideen nicht dazu, daß sie sofort eins zu eins übernommen und umgesetzt werden, sondern immer als Richtlinie dafür, daß daraus das Optimalste gemacht wird oder werden kann.

 

Wenn ich davon ausgehe, daß Europa zwar grundsätzlich für die Massen die Grenzen dicht macht, ja ma-chen muß, dann denke ich, daß wir davon ausgehen werden müßen, wer nach Europa kommen will, wird sich Europa verdienen müßen. Es ist durchaus vorstellbar, daß diejenigen, die ihr Heil in Europa erhoffen, in eine europäische Fremdenlegion eingezogen werden und sich in fünf Jahren das Recht auf Europa erar-beiten und erkämpfen müßen. Dazu jene Sprache des Landes lernen, in welches sie dann wollen. Ich kann mir sehr gut vorstellen, daß sich so der Zustrom reduzieren ließe und zudem die echten von den falschen Flüchtlingen eher feststellen lassen, als es derzeit geschieht.

 

Es mag für Viele eine unmenschliche Art sein, aber bedenke ich, welche Gefahren derzeit herrschen, dann kann sich Europa nur dadurch selbst schützen, wenn hier rigoros wirklich nur die aus Gründen für Asyl betroffenen Personen nach Europa gelassen werden. Und im Gegenzug sind diejenigen zu expatriieren, die für fremde Interessen kämpfen und daher zu Ursachen für Flüchtlinge werden. Denn diese Personen haben keine Heimat mehr, kein Vaterland. Sie mißbrauchen nur den Schutz ihres Landes, aber nehmen keine Rücksicht auf die Interessen und noch weniger auf die Werte des eigenen Landes, wie auch Europas.

 

Wer in Europa und in seinen einzelnen Ländern die Wurzeln der Geschichte zerstört, ob diese gut oder schlecht waren habe ich nicht zu beurteilen, aber festzuhalten, daß es keine Zukunft geben kann, wenn wir die Herkunft verleugnen. Alles künstlich neu zu erschaffen, kann nur denen in den Sinn kommen, die selbst keinen Sinn und Zukunft sehen oder sehen wollen. Daher kann Europa nur dann wieder zu seiner inneren Stärke kommen, gleichgültig welche Probleme in den einzelnen Ländern auch herrschen, wenn als Leit-kultur das Christentum gestärkt und nicht durch Minderheiten terrorisiert und von der Politik darin unter-stützt wird.

 

Da das Christentum gebietet, daß jeder Mensch seinen Glauben ausüben, praktizieren kann, gilt das auch für diejenigen, die keine Christen sind gegenüber dem Christentum. Die Religionsfreiheit kann nicht durch die Religionen gewährleistet werden, sondern ausschließlich nur durch die allgemeinen Menschenrechte, die unabhängig von Allen für Alle Gültigkeit haben. Diese jedoch für die eigenen Vorstellungen zu miß-brauchen, indem die Menschenrecht für sich beansprucht werden und gleichzeitig Anderen nicht zugestan-den werden, ist innerhalb Europas nicht zu dulden, in keiner Weise.

 

So sind die Demonstrationen, die sich gegen die Demokratie richten, wie auch gegen die Rechtsordnung, letztendlich jener Mißbrauch, der Haarrißen in Objekten gleich dazu führen, daß irgendwann einmal die Demokratie nicht mehr existiert. Alle totalitären Systeme haben sich über die Demokratie etabliert, weil es Minderheiten unerträglich erschien, daß Menschen frei sind und frei entscheiden können. Ob diese Tatsache auch von den Menschen genutzt werden, bleibt einer anderen Diskussion überlaßen. Jedenfalls hat in Europa nichts zu suchen, was sich gegen den ursprünglichen Geist Europas stellt. Wem der europäische Geist nicht paßt, hat genügend Auswahl, wo seine oder ihre Vorstellungen erfüllt werden. Aber davor sind die Meisten geflüchtet.

 

Daß zudem die Ursache für totalitäre Bewegungen in Europa genau dort zu suchen und zu finden sind, wo der Mißbrauch der europäischen Freiheit zu Humus für das wird, was wir uns eigentlich nicht vorstellen konnten und wollten. Konnten wir uns die industrielle Massenvernichtung in KZ vorstellen? Aus der Situa-tion von damals? Wohl kaum, aber es hatten sich nachher die Befürchtungen weit übertroffen. Daß sehr Viele nichts gewußt haben, lag daran, daß die Medien es nicht breit getreten haben und nicht konnten. Doch in der Gegenwart und mit den heutigen Medienmöglichkeiten wissen wir was geschieht und können nicht mehr sagen, wir haben es nicht gewußt.

 

Und es geht noch grauenvoller, als damals, was bis heute zum Maßstab gemacht wird. Je mehr sich diese Seuche ausbreitet, desto größer wird die Gefahr, daß dann das eintritt, wovor selbst die Mächtigen dieser Welt Angst haben. Und dabei sind wieder am Ende wir selbst die Ursache dafür, daß es so gekommen ist, wie es ist. Nur weil Interessen vorhanden waren, die uns nützen, weil wir glauben unsere Sicht der Welt Allen aufzwingen zu müßen, nur weil wir keine Rücksicht genommen haben auf die Geschichte, die Kultur und die vielen anderen Sachen in den Ländern, die heute zu Ruinen geworden sind, weil in der Vergangen-heit wir künstliche Länder geschaffen haben und so weiter, zahlen wir nur einen Preiß, den wir vor Allen rechtfertigen müßen, wollen wir selbst dabei nicht untergehen.

 

So wird es immer noch besser sein, wenn wir ein Ende mit Schrecken machen, als weiter mit dem Schrek-ken ohne Ende zu leben. Dann können wir auch die Verfolgten schützen. Ich mag nun in eine Schublade geschoben werden, die mir nicht angepaßt ist, ich mag vorsätzlich oder auch nicht mißverstanden werden, man möge Alles über mich sagen und behaupten, aber erst dann, wenn gründlich darüber nachgedacht wurde, warum ich falsch liegen sollte, wo meine Denkfehler sind und welche Argumente dagegen spre-chen. Genauso gilt umgekehrt, niemand darf mir Recht geben, ohne es unerschütterlich begründen zu kön-nen.