Mobilität ist das uneingeschränkte Recht der Menschen sich frei zu bewegen, aber das heißt nicht, daß die Menschen ein uneingeschränktes Recht auf alle Möglichkeiten der Mittel hat. Sicher soll niemandem das Recht vorenthalten sich Fahrzeuge aller Art zuzulegen, aber während auf der einen Seite sich immer mehr Menschen über den zunehmenden Lärm und die Belastungen durch den Verkehr aufregen und Widerstand leisten, ist auf der anderen Seite das Verkehrswesen auf völlig neue Grundlagen zu stellen.
 
Nun, dies mag sich vielleicht nach einer Ideologie aussehen, jedoch ist dies eine Frage der Vernunft. Wie sollen die sogenannten Klimaziele erreicht werden, wenn die Verkehrsbelastung zunimmt? Doch nach echten Lösungen sieht sich anscheinend niemand um, obwohl es technisch die richtigen Ansätze bereits seit langem gibt. So hat schon die Schweiz sich für LKW’s nach Lösungen mit dem Transport auf der Bahn überlegt, auch im Ruhrgebiet hat eine Universität sich mit neuen Lösungen befaßt und so weiter. Nein, es ist nicht so, daß niemand nach Lösungen sucht, sie wollen anscheinend nicht ernsthaft zugelassen werden.
 
Wer kann mir erklären, warum mit abnehmenden Dienstleistungen bei den Bahnen die Preise erhöht werden? Wer kann mir erklären, warum nicht darüber nachgedacht wird, wie durch die Alpen neue Bahnstrecken gebaut werden können? Hier ist die Schweiz das Maß für mich. Aber Hochgeschwindig-keitsstrecken werden gebaut und Sonstiges, was wir Alle so dringend brauchen. Gut, wir brauchen einen massiven Ausbau des Bahnnetzes. Aber hier scheitert es schon wieder an der Ignoranz und Arroganz der staatlichen Einrichtungen.
 
Die Nebenstrecken zu reaktivieren und auch der Neubau alter Strecken braucht nicht durch die staatlichen Bahnverwaltungen gemacht werden, dies können genauso auch Private erledigen. Aber es ist nicht die Umsetzung, es scheitert schon daran, daß dies Alles nicht gedacht wird oder werden darf. Ich weiß es nicht, aber darüber will anscheinend niemand nachdenken. Natürlich haben wir kein Geld dafür, weil wir systembedingt zuerst einmal den Bahnen das Geld wegnehmen, dann als Subventionen zurückgeben, sowie eine fragwürdige Buchhaltung auch nicht unbedingt dazu beiträgt, daß die wirklichen Kosten bekannt gemacht werden, wie sie in der Privatwirtschaft vorgeschrieben wird. Vielleicht ist in der Zwischenzeit hier eine Änderung eingetreten, aber eher unwahrscheinlich. Doch das ist hier nicht das Thema.
 
Mir geht es darum, daß Alles, was mit Bahn zusammenhängt gedacht wird. Ohne Visionen, ja sogar Utopien, werden wir nie zu Lösungen kommen. Denken können wir Alles, aber machen können wir nur das, was wir dann auch wirklich tun. So wäre es nur darum, daß sich aus Ideen Impulse entwickeln und daraus Initiativen. So darf nicht vergeßen werden, technisch ist mehr möglich, als wir nur an einfachen Vorstellungen denken. So kann ich mir sehr gut vorstellen, daß von Marokko bis Südafrika eine Bahnlinie gebaut wird. Dazu stelle ich mir vor, daß die Energie sich nicht nur mit Diesel abdecken läßt, sondern ebenso mit Solarenergie. Dann könnte am Tag mit Solarantrieb gefahren werden und in der Nacht mit Diesel.
 
Dies sei nur ein Gedanke. Selbst Strecken durch die Alpen kann ich mir auch dort vorstellen, wo sich kaum wer ernsthafte Gedanken gemacht hat. Dennoch sind die Strecken zweitranig, denn vielmehr geht es darum, daß LKW’s und PKW’s verstärkt auf die Schiene gebracht werden. Aber solcher Art Autoreisezüge müßen in der Lage sein, an jedem Bahnhof, egal wie klein oder groß dieser ist, Fahrzeuge aufzunehmen und abzuladen. Dies wäre eine reine technische Frage. Zudem auch eine Frage der langfristigen Planung. Trotzdem, daß dies den heutigen Entscheidungsträger weit über deren Horizont geht.
 
Oder auch das Mini-WAB-Prinzip und –System, welches mit Kleincontainern für Klein-LKW‘s funktioniert. Aber auch dies würde hier in aller Ausführlichkeit zu weit führen. In diesem Zusammenhang käme auch noch die Idee der Taxicard oder Taxi-USB. Wenn ich schon mit Telefonkarten telefonieren kann, dann kann ich auch mit solchen Karten doch Taxfahren und diese so zu bezahlen. Oder besser noch mit USB-Sticks. So könnte der für den gesamten öffentlichen Verkehr auch ein eigenes Zahlungssystem zusätzlich eingeführt werden.
 
Ich weiß, alle diese Ideen und Vorstellungen, alle diese Gedanken werden erst dann bei uns wahrgenommen, wenn dafür sinnlos mehr Geld bezahlt werden muß, weil es aus den USA kommt. Dabei könnten damit mehr Arbeit geschaffen werden. Doch es würde sicher nicht daran scheitern, weil wir nicht genügend Menschen finden würden, die hier arbeiten wollen, sondern an den Arbeitnehmervertretern, die erst einmal eine Form von Schutzgeld erpreßen, ohne Rücksicht darauf, ob es die Unternehmen sich leisten können, ein Risiko einzugehen und trotzdem Löhne zu zahlen, die kaum in einer kalkulierbaren Zeit erarbeitet werden können.
 
Aber das ist auch wieder nicht das Thema hier. Die Ideen sind das Thema. Und daß kaum jemand bereit ist für Löhne zu arbeiten, die zwar Viele zu einer Anstellung bringen könnten zu arbeiten, weil irgendwer immer schreit, das sei Ausbeutung, aber diese Ausbeutung sind nicht alleine den Unternehmen zuzuschreiben, sondern den Vorstellungen von Arbeitnehmervertretern entspricht. Erst wenn ein Produkt erfolgreich ist, erst dann kann darüber geredet werden, ob es mehr Geld gibt. Denn jede Subvention bezahlt auch jeder Arbeitnehmer mit. Steuererhöhungen und Belastungen gehen grundsätzlich immer auf Kosten der Arbeitnehmer. Aber wer glaubt große Zahlen haben auch immer einen großen Wert, der irrt sich dermaßen, daß es schon zum Schämen peinlich ist.
 
Aber das ist ein völlig anderes Thema. Die Frage lautet nur, sollen Arbeitsplätze auf lange Sicht geschaffen werden oder nicht? Und da kann die Politik nur durch die Entlastung der Arbeit auf maximal 20% bis 25% sich daran aktiv beteiligen, aber keinesfalls mit Subventionen sich einmischen. Denn Ideen können nicht durch Gesetze erreicht werden. Entweder es sind Ideen vorhanden oder nicht und entweder sie werden angehört und angenommen oder nicht.