Die Glaubwürdigkeit ist ein Zustand, der sehr schwer zu erreichen, aber sehr schnell zerstört ist. Genauso das Vertrauen. Und Beides gehört zur Grundlage der Monarchisten. So sehr auch die Einzelnen glaubwürdig und vertrauenswürdig sind, es geht jedoch um das Ganze. Denn wir müßen im Kleinen genau das leben und zeigen, was wir im Ganzen wollen. Dazu gehört jedoch auch die Einheit der Monarchisten, was jedoch im Gegensatz zur Einfalt steht.
 
Jede Einheit kann nur dann gegeben sein, wenn aus mehreren verschiedenen Teilen ein Ganzes gebildet wird, ohne deswegen die Einzelteile aufzulösen. Es verhält sich so, wie der Unterschied zwischen Vermengung und Vermischung. Bei einer Vermengung bleiben die einzelnen Faktoren erhalten, bei einer Vermischung ergibt sich aus den Einzelteilen eine neue einheitliche Substanz.
 
Und genauso verhält es sich mit den Monarchisten. Sie sollen sich nicht zu einer Substanz vermischen, sondern in einer Einheit vermengen. Denn die Stärke liegt nicht darin, daß es eine Masse gibt, sondern viele Einzelteile, die das Ganze tragen. Deshalb sind für Alle in einer Einheit der Rahmen, an welchem sie sich orientieren und aufrichten können. So ergibt sich aus den vielen einzelnen Vorstellungen, wenn diese bestens formuliert werden, am Ende ein Gesamtbild. Daß dabei nicht Alles verwendet werden kann, es hängt immer davon ab, was sich wer wie vorstellt, sollte wohl keiner weiteren Erklärung bedürfen. 
 
Eine weitere Voraussetzung wird sein, daß jeder Verein, jedes einzelne Mitglied, auf eigene Vorstellungen verzichten muß, was jedoch nicht mit der Aufgabe der Standpunkte und Ansichten zu verbinden ist, sondern nur auf die Ansprüche die eigenen Vorstellungen als wichtig zum Maßstab zu machen. Denn erst, wenn so viele, wie nur mögliche Gedanken, Ideen und Vorstellungen zusammengetragen sind, kann erstens ausgesucht werden, was für Alle machbar wäre, zweitens so ergibt sich dann auch der Rahmen und das Programm für die Arbeit. 
 
Aber bis es dazu kommt, sind reine menschliche Voraussetzungen zu erfüllen, an denen es scheinbar scheitert, daß die Idee Monarchie jenen Platz einnimmt, welcher für unser Aller Zukunft dringend geboten ist. Denn die derzeitige Situation geht nun einmal in die falsche Richtung. Es kann und darf nicht mehr so weitergehen, wir müßen die Richtung ändern. Daß dabei niemals alle Vorstellungen erfüllt werden können, die die Einzelnen haben, ist sicher, aber dennoch so Viele, wie möglich zu erfüllen, daß sollte unsere Aufgaben und unsere Ziele sein.
 
So bedingt dies jedoch, daß sich alle Monarchisten zusammensetzen und klären, wer sich was vorstellt, statt bei Differenzen sich abzuspalten und neue Vereine zu gründen. Es geht hier keinesfalls darum einen Einheitsbrei zu schaffen, sondern sich klar zu machen, daß in der Vielfalt der Vorstellungen auch die Stärke liegt. Die Bereitschaft sich grundsätzlich in eine Form einzufügen, die muß jedes einzelne Mitglied von sich aus mitbringen. Da es solange nur ein Traum ist und bleibt wird von der Idee Monarchie, wenn die Grundlagen und die Gemeinsamkeit nicht in eine Form gebracht werden, nur der Traum bleiben. Dabei sind die Chancen durchaus real und gut.
 
Zudem sollten ebenso die Chancen genutzt werden, was wir gemeinsam an Möglichkeiten für Aktivitäten und Projekten haben. Nein, nicht die großen und spektakulären Dinge, sondern mit kleinen Schritten die Dinge zu machen, die erst im Ergebnis dann dazu werden. Und es sind die Möglichkeiten drum herum, die dabei von Bedeutung sind. Phantasie und Geist entwickeln, dann ergeben sich immer wieder neue Ideen und Impulse, die wir dann nur zu Initiativen machen müßen. Nicht was Andere tun, sondern ausschließlich was wir selbst machen zählt. Und daran werden wir gemeßen und beurteilt.
 
Die ersten Schritte werden die schwersten sein, aufeinander zuzugehen und auch Abstriche von den eigenen Vorstellungen zu machen, aber es lohnt sich für uns Alle. So kann ich hier nur einen Satz aus einem Brief von Paulus an die Korinther hier zitieren: „Der Buchstabe des Gesetzes tötet, nur der Geist macht lebendig!“ Während weiter in den Medien diskutiert wird ohne echte Lösungen vorzustellen, während ständig nur die Oberfläche behandelt wird, während jede Ursachenbeseitigung verhindert wird, haben wir die Chance gegen Alle Utopien zu halten. Visionen sind gewünschte Ziele, die erreicht werden sollen. Besonders betrifft dies uns Monarchisten. Wenn die Entwicklung so weitergeht, dann wird die Monarchie nur noch auf Ruinen der Gesellschaften zu stellen sein.
 
Aber eine Monarchie braucht auch ein gesundes Fundament. Doch derzeit sieht es nur so aus, daß wir in totalitäre Systeme kommen. Auch wenn es vielleicht noch nicht so offensichtlich aussieht, doch der Weg geht in den Abgrund. Es sind die Systemfehler und die dogmatische Erhaltung dieser Fehler die Ursache schlechthin. Deshalb haben wir Monarchisten die Chance eigene Modelle gegen die Wirklichkeit zu halten. Verlieren können wir Nichts, aber gewinnen. Aber sicher nicht mit Ideologien, ausschließlich nur mit Phantasien. Ob diese nun akzeptiert werden oder nicht, diejenigen, die heute uns in den Abgrund diskutieren, die werden es erst dann merken, wenn wir gegen den Strom zum Ursprung uns durchgekämpft haben.
 
Aber wir kommen nur dann zum Ziel, wenn sich alle Monarchisten, ob Vereine oder Einzelpersonen sich endlich aufraffen und miteinander darüber reden, wie die Zukunft sein soll, was wir bereit sind zu tun und wie wir es tun wollen. Und dafür wäre es für Deutschland von Vorteil sich in der Deutschen Monarchistischen Gesellschaft zu einigen. Die Idee Monarchie ist nun einmal nur für Alle eine Idee, die wir erreichen wollen. Aber es gibt viele Wege dorthin. Je einiger aber wir Monarchisten sind, desto stärker wird der Motor Monarchie für uns sein und uns weiterbringen.
 
Deshalb empfehle ich, sich entweder hier über die Kontaktadresse zu melden oder die Vereine treten direkt miteinander in Kontakt. Jedenfalls ist es überfällig, daß Etwas geschieht. Und jetzt sind Alle gefragt und gefordert. Vereine, wie auch die Einzelnen.