Bruderschaften - Gemeinschaftsformen gegen Orientierungslosigkeit

Hier sind nur Denkanstöße, wie ich es mir denke und vorstelle. Wie es im Detail dann wäre, was ich mir sonst nocht dazu denke und vorstelle mögen die Interessenten bitte erfragen. Aber genauso wäre es wünschenswert, wenn weitere Gedanken und Ideen dazu mir mitgeteilt würden. Es braucht keine Funk-tionäre und Rituale, wenn nicht erst einmal die Inhalte, Zwecke und Ziele jedem Interessenten bewußt sind. Was dann daraus gemacht werden kann und würde, das ist erst dann von Bedeutung, wenn es dazu gekommen ist, daß sich die Inhalte, Zwecke und Ziele auf einen fruchtbaren Boden gefallen sind und wachsen.

Diese Seite ist für jene gedacht, die sich über mögliche Formen von Gemeinschaften Gedanken machen. Besonders wenn dabei konkrete Ziele angestrebt werden sollen. Jedenfalls sind alle hier angeführten Vorstellungen von Formen von Gemeinschaften nicht dazu angetan, daß für Amtsträger und Funktionäre hier Platz geschaffen werden soll und kann. Jede dieser Ge-meinschaften beruht auf der Pflicht aktiv zu arbeiten und der Verantwortung für das Erreichen der Ziele. Da haben keine Funktionäre und Amtsträger Platz, die damit eine gesellschaftliche Stellung einnehmen wollen, sondern nach dem Wappenmotto des Prinzen von Wales: „Ich dien“, trifft dies hier jeden einzelnen Angehörigen. Es mag eine Auswahl an Mitgliedern geben, weil solche Gemeinschaftsformen nicht für Alle auch geeignet sind miteinander aktiv zu werden.

Es ist schließlich hier nur ein Angebot und diejenigen, die sich dafür entscheiden, tun dies freiwillig und aus eigenem Willen heraus. Wie sich organisatorisch die Bruderschaften letztendlich strukturell einrichten werden, entscheidet sich erst dann, wenn sich die Frage stellen wird. Sicher werden von mir auch hier kleine Gruppen, die sich sehr langsam vergrößern und wachsen bevorzugt, als Massengruppen, -vereine oder -organisationen. Dafür aber sollen diese kleinen Gruppen für sich so aktiv sein, wie sie nur können und dann im über-geordneten Sinn miteinander sich austauschen und koordinieren. So kann mit Sicherheit mehr erreicht werden, als bei großen Gruppen und mit der Unübersichtlichkeit es nie in dem Aus-maß geschehen könnte.

XII

Die Bezeichnung XII ist die Größe einer Gruppe, die wissenschaftlich festgestellt, die optimale Größe hat, dass eine Gruppe aktiv ist und überschaubar bleibt. So ist es besser, viele Gruppen zu haben, die mit einer Mitgliederzahl von zwölf Personen sehr aktiv ist, als große Ein-heiten, wo nur ein sehr kleiner Teil davon aktiv ist.

Vor allem soll mit dieser Bezeichnung, wie auch unter dieser Bezeichnung sich kleine Kreise bilden kön-nen, die ähnlich von Stammtischen oder Kaffeekränzchen sich immer in der Überschaubarkeit bewegen. Da hier eine Beziehung zu den vielen 12 Dingen hergestellt werden kann, 12 Apostel, 12 Tierkreiszeichen, 12 Monate, 12 Stämme Israels und so weiter, können sich hier einfach allgemeine Gruppen bilden, die sicherlich sich den Zielen anschließen möchten, weil sie den Geist der Ziele befürworten, aber selbst nicht aktiv daran mitarbeiten wollen.

Diese Formen von Gemeinschaften sind im Gegensatz zu denen im ersten Teil besonders für die Be-troffenen, wie auch für die Aktivitäten und Projekte gedacht. Sie haben andere Aufgaben und Ziele, als die der Bruderschaften. Diese ergeben sich aus dem Namen und der Beschreibung.

Über organisatorische Fragen hier zu schreiben würde viel zu weit führen, da sich die Strukturen und die Organisation erst dann ergeben, wenn absehbar ist, welches Interesse besteht und die Reaktionen sind. Es bleibt dies nur vorläufig ein Angebot und nicht mehr und nicht weniger.

Bruderschaft Abraham

Die Bruderschaft Abraham ist gedacht als Vereinigung aller jener, die sich weit über die theoretischen Be-kenntnisse hinaus zu einem aktiven und praktizierbaren Gemeinschaftsleben zusammenschließen wollen, über alle nationalen, religiösen und sonstigen Kriterien hinweg. Dabei gilt der Grundsatz, dass immer jene kulturellen Richtlinien gelten, die vor Ort herrschen. Dennoch steht über diesem Grundsatz jene Wertord-nung, welche von jener Allgemeingültigkeit, die allen Menschen gleich ist.

Übersetzt man den Namen Abraham, dann bedeutet das Vater vieler Völker. Und genau das ist es, was die Bruderschaft ausmachen soll. Im Gegensatz zur Politik und Diplomatie, welche immer Interessen vertreten, hat sich die Bruderschaft Abraham dem Zusammenleben zuzuwenden und nicht einzelnen Interessen, wie der Wirtschaft oder politischen Zielen. Denn das Leben als solches hat unüberschaubare Facetten, die zu pflegen und nach Bedarf zu ändern und zu entwickeln, kann durch die Politik weder erfolgen noch durch-gesetzt werden.

Nur die Menschen, mit dem guten Willen, der Neugierde auf Neues und Anderes, sollten sich diesem Ge-danken zuwenden, weil es hier darum geht, dass das Unbekannte nicht mehr unbekannt bleibt, sondern sich zum Impuls für das eigene Leben entwickeln lässt. Das bedeutet jedoch nie, dass das Neue so über-nommen werden soll, wie es ist, sondern erst wenn sich die Prinzipien erkennen lassen, wer wo wie was warum macht, erst dann können die Prinzipien verglichen werden. Und damit eröffnen sich auch völlig neue Sichtweisen, Horizonte, die sowohl dem eigenen Bildungsbedarf zu Gute kommen kann, wie auch der kulturellen Entwicklung im Allgemeinen.

Die Bruderschaft Abraham soll und ist der Träger für weitere fachbezogene Bruderschaften, wie die nach-folgend angeführten. Hier besonders die Baubruderschaft, die Papyrosbruderschaft, die Asklepiosbruder-schaft und auch die Geobruderschaft. Diese Bruderschaften sollen sich immer konkreten Projekten zuwen-den und diese immer soweit bringen, dass diese Pro-jekte dann übergeben werden können, also zu einer Reife, die dazu führt, dass sich diese Projekte selbst erhalten können. 

Die Baubruderschaft

Wieviele Menschen gehen in Pension oder sind durch welche Gründe auch immer ohne Arbeit? Und bedenkt man hier, welches Potential an Wissen und Können vorhanden ist, dann stellen sich von selbst Fragen, deren Antworten eigentlich dazu führen müßte, daß damit Vieles getan werden kann, was sonst mit viel Geld gemacht werden müsste.

Nehmen wir daher alle jene Einrichtungen her, deren Existenz zwar begrüßt wird, jedoch diese vor Proble-men stehen, die an den finanziellen Möglichkeiten scheitern. Niemand würde wohl Tierschutzeinrichtungen in Frage stellen, jedoch wer sieht die Probleme bei jenen Einrichtungen, die sich ergeben haben und viele bauliche Instandhaltungsmaßnahmen bräuchten? Jede einzelne Einrichtung, die unter baulichen Mängeln leidet, ist eine Einrichtung zuviel. Gleichzeitig aber sind Menschen vorhanden, die oft genug nach Beschäf-tigungen suchen. Diese auf einen gemeinsamen Nenner zu bringen, das wird die Herausforderung sein.

Aber es soll die Baubruderschaft auch alle jene Projekte bearbeiten, wie die Türme, die Bi-bliothek und so weiter. Dazu kommen die Arbeiten für jene Projekte, bei denen die Errich-tung von Maßnahmen gemacht werden müssen, damit die Aktivitäten und Projekte umgesetzt werden können, wie zum Beispiel „Das Band“ oder für die Kulturguterhaltung, aber auch die Gartenprojekte und so weiter.

Die Baubruderschaft soll auch für Beschäftigung sorgen für Menschen, die keine Arbeit haben und nach einer Beschäftigung suchen. So sollen sowohl Projekte möglich, wie auch Probleme reduziert werden. Wenn daher mindestens zwei Problemkreise so gelöst werden kön-nen, dass sich mehr daraus machen lässt, dann macht die Baubruderschaft einen Sinn. So können hier nicht nur im privaten Bereich Aktivitäten gesetzt werden, sondern gegebenenfalls auch im öffentlichen Bereich. Es kann jedoch immer nur ein Angebot sein und muß es bleiben, weil niemand dazu gezwungen werden kann.

Die Papyrosbruderschaft

Bildung ist nicht nur zum Schlagwort geworden, sondern eine Notwendigkeit. Dies wird sicherlich von nie-mandem bestritten. Dazu gibt es nicht nur viele Organisationen, die sich darum kümmern, sondern auch Einrichtungen von Organisationen, wie besonders der, der Kirchen. Gut, jeder soll nach seinen Vorstel-lungen arbeiten, denn eine Einrichtung oder Organisation kann nicht Alles machen. So sind die vielen ein-zelnen Einrichtungen und Organisationen ohne jeden Zweifel wichtig und notwendig.

Deshalb ist die Papyrosbruderschaft nicht dazu da, eigene Projekte aufzugreifen, sondern dafür zu sorgen, dass es zu den bestmöglichen Materialien kommt, damit Unterricht gehalten werden kann. Auch die Aus-bildung von Lehrpersonal und der Bau von Schulen stehen hier im Mittelpunkt. Jedoch die Umsetzung muß von jenen gemacht werden, die vor Ort sind und mit den Betroffenen in Kontakt stehen. Das heißt auch, nicht Alle, sondern Ausgesuchte, weil die Glaubwürdigkeit hier besonders wichtig und von eminenter Be-deutung ist, soll unterstützt werden. 

Doch die Einrichtungen für Schulen und die Materialien können wir hier durch Sammlungen und Veranstal-tungen zusammenbringen. So sollen eigene Lager entstehen und wenn so genügend an Materialien zu-sammengekommen ist, sollen dann diese jeweils einem Projekt zugeschickt werden. So sparen wir Trans-portkosten, weil unter einmal und nicht in Teilen die Ausrüstung einer Schule zugesandt wird. Zudem sollen dann vor Ort eigene Lager entstehen, die mit der Zeit dann ganze Regionen versorgen können. So sparen wir Kosten ein und vor Ort gibt es darüber hinaus Beschäftigung und Arbeit für die Menschen.

Da bekanntermaßen Schulmaterialien unterschiedliche Qualitäten hat, so darf nicht an der Qualität der Ma-terialien gespart werden, wenn Bildung ernst genommen wird. Doch das heißt nicht, daß diese Materialien verschenkt werden dürfen, sondern die Betroffenen müssen es sich durch Leistung erarbeiten. Sicher ist nicht das Geld das Wichtigste, sondern das Abverlangen von Leistungen. Es ist auch eine Form der Er-ziehung. Die Bruderschaft unterstützt nur, nimmt jedoch nicht die Eigenverantwortung vor Ort den Men-schen und Betroffenen ab.

Geobruderschaft

Umweltschutzmaßnahmen, Unterstützungen bestehender Organisationen, etc.

Land-, Forst- und Fischwirtschaft;

Asklepiosbruderschaft

Medizinische Versorgung, etc.

Erste Hilfe;

Les Miserables

Armut und Elend ist keine Schande. Es ist ein Zustand, welcher verändert werden kann und zwar aus eige-ner Kraft und eigenem Antrieb. Dazu braucht es aber den Willen der Betroffenen, sich selbst aufzurichten und nicht liegen zu bleiben. Sich selbst zu verwalten ist das Eine, die Hilfe und Unterstützung Anderer jedoch das Andere. Es geht immer um die Würde der Menschen. Es ist keine Frage, die Betroffenen brau-chen und wollen auch keinen Luxus, sondern Bedingungen, in denen sie ihre Würde erhalten können.

Es ist daher immer die Frage nach dem Wie. Die optimale Hilfe als solches gibt es nicht, sondern nur die bestmöglichsten Arten, die jedoch immer unterschiedlich sind, da sich jede Situation anders darstellt und ist. Hiermit kann nur eine Struktur gegeben werden, die dabei hilft den Betroffenen zur Selbsthilfe Anstöße und Impulse zu geben. Die Selbstverwaltung jedoch liegt in deren Händen.

Das vorrangige Ziel ist, daß die Betroffenen aus eigener Kraft sich selbst helfen können. Es geht nicht da-rum, daß der Begriff Arbeit nach der Normvorstellung erfüllt wird, sondern mit Sinn. Und wie dieser Sinn erreicht werden kann, das bleibt den Betroffenen über, denn nur sie wissen, was sie brauchen, was sie können und wie es für sie am besten zu machen wäre.

Die Armut und das Elend sind zwar von der Optik ungünstig, aber wer hat den Nutzen davon? Solange da-raus ein Nutzen gezogen wird, sind alle Maßnahmen gegen diesen Zustand nicht nur notwendig, sondern es ist die Pflicht und Verantwortung Aller sich diesem Problem zuzuwenden. Keinesfalls darf es dazu kommen, daß die Armut und das Elend als Wohltätigkeitsalibi herzuhalten hat, sondern es muß die Bereit-schaft gegeben sein, dass Arbeiten und Beschäftigungen angeboten werden, die von den Betroffenen auf-genommen werden können, aber nicht müßen.

 

Die Betroffenen sollen angeleitet werden sich selbst zu verwalten und so sich langsam in eine geordnete Lebensführung zu finden. Das Prinzip des Taglöhners soll den Betroffenen die Chancen und Möglichkeiten geben sich selbst nach ihren Möglichkeiten zu organisieren und Geld zu verdienen.