Ich kann zu Recht sagen, Fernsehen bildet. Denn vor längerer Zeit habe ich einen Bericht gesehen, welcher sich völlig mit meinem Denken und meinen Vorstellungen gedeckt hat. Denn es geht um die Frage, wie hilft man richtig. Bedenke ich dabei, mit welcher Ignoranz und Arroganz einstmals die Missionare wie Heuschrecken über die angeblich primitive Welt hergefallen sind, obwohl ich ihnen zu Gute halten muß, sie wußten und konnten es nicht anders tun. Sowohl vom Stand der Erkenntnis, wie auch vom Zwang diverser Machtgefüge her.
 
Nun, wir sind bereits im 21.sten Jahrhundert nach unserer Zeitrechnung und haben es noch nicht ganz geschafft unsere Welt zu zerstören, aber dafür haben wir noch immer Zeit. Und bis es soweit ist, können Menschen, wie ich, dem Anschein nach sinnlos oder Sinn frei, wenn nicht gar unsinnig versuchen die Welt zu gestalten und den Menschen so zu helfen, daß sie auch davon Etwas haben. Nein, ich bin kein Gutmensch, sondern es geht mir gegen den Strich, daß wir auf der einen Seite, weil wir uns einen Wohlstand leisten wollen, der auf der Armut in anderen Ländern beruht, hier seien nur die billigen Arbeitskräfte erwähnt, auf der anderen Seite jedoch sofort uns aufregen, wenn aus der armen Welt die Menschen zu uns kommen.
 
Und warum kommen sie zu uns? Weil sie glauben, es würde ihnen bei uns besser gehen. Dabei wäre es unsere Pflicht und Schuldigkeit, daß wir vor Ort dafür sorgen, daß die Menschen Arbeit, Beschäftigung und ihren eigenen Lebensstandard haben können. Doch solange wir nur holen und ausbeuten, damit wir uns einen angeblichen Wohlstand leisten können, ist die Rechnung, die wir zu bezahlen haben die, daß die Menschen zu uns kommen und sich ihren Lohn unseres Wohlstandes abholen wollen.
 
Armut ist eine Mangelerscheinung. Ob finaziell oder materiell, jeder Mangel ist eine Form von Armut. Dies trifft genauso bei uns selbst zu. Doch wir bremsen diesen Mangel durch unser Sozialsystem ein, ob diese nun gut oder schlecht ist, ist hier nicht die Frage, sondern ein eigenes Thema. Aber wir sind fast nicht in der Situation, wie in den meisten Teilen dieser Welt. Es ist jedoch sehr löblich, wenn wir viel Geld in diese Gegenden pumpen, während wir damit unser Gewissen beruhigen, aber die Frage ist grundsätzlich, wie helfen wir den Menschen vor Ort richtig und nachhaltig?
 
Und da kommt diese besagte Sendung im Fernsehen zum Tragen. Es ging um die Hygiene. Auf gut deutsch, es drehte sich um die Scheiße der Menschen. Und wenn ein ebensolches Programm im Fernsehen im Allgemeinen auch noch darüber berichtet, dann setzt sich das mathematische Gesetz: minus mal minus ist plus, in Kraft. Und das hat mich angestoßen.
 
Jack Slim, ein Unternehmer aus Singapur hat dies erkannt, daß die Scheiße eine der Ursachen ist, warum sinnvolle Hilfe, Schule und so weiter, nur so schleppend in vielen Ländern funktioniert. Es fehlt an den Toiletten in den Slums und den armen Gebieten. Dabei wäre es so einfach mit den richtigen Mitteln und Methoden zunächst einmal die ersten Schritte in Richtung allgemeiner Hygiene zu tun. Und das macht die World Toilet Organisation. Scheiße ist die Ursache und nicht nur die Ursachen sind scheiße, die Kinder krank macht und so die Schulbesuche mit mehr Fehltagen zu Buche schlägt. Wie also soll dann Bildung auf einen fruchtbaren Boden fallen, wenn durch das Fehlen von Toiletten die Kinder krank macht und so wieder die Schulbesuche ausfallen?
 
Gut, es ist nur ein Beispiel dafür, wie sinnvoll die WTO ist und ich daher dafür Werbung mache. Seht auf der Seite Links und klickt den entsprechenden Link an.