Kloster- und Kirchenklub

Der Kloster- und Kirchenklub ist keineswegs dafür gedacht eine reguläre Kirche oder ein Kloster besonders zu fördern, sondern neue Wege einzuschlagen, die sowohl aufgelassene Klöster übernimmt und einer neuen Nutzung zuführt, wie auch die Produkte der Klöster für die Angehörigen zugänglich zu machen und so den Klöstern für ihre Produkte einen sicheren Absatz-markt zu ermöglichen.

Für die Kirchen selbst und deren Arbeit soll der Klub den Angehörigen der Gedanke von Taize näher brin-gen und Orte schaffen, an denen der Geist von Taize gepflegt werden kann. Hatte nicht schon Roger Schütz auf die Frage, welche Botschaft hat Taize, geantwortet, keine Botschaft. Das heißt, hier soll ganz besonders der Jugend die Chance und Möglichkeit geboten werden Spiritualität zu erfahren und zu üben.

Die Kirchen müßen in die Welt gestoßen werden, weil sie in Zukunft mehr denn je Aufgaben übernehmen müßen, die der Staat nicht mehr finanzieren kann. Es setzt dies auch einen Strukturwandel der Kirchen voraus. Nur wird dies nicht aus den Kirchen selbst herauswachsen, ebenso werden keine Reformbewe-gungen dies schaffen, sondern es muß von außen den Kirchen bewußt gemacht werden, dass Inhalt und Verpackung zwei unabhängige Dinge sind. Läßt man jedoch die Kirchen sich selbst über, dann kommen Kräfte an die Entscheidungsstellen, die jede Änderung oder Entwicklung zerstören oder absterben lassen.

Der Kloster- und Kirchenklub kann daher nur eine weltliche Einrichtung sein, weil sich die Kirchen schließ-lich in ihrer christlichen Nächstenliebe nur selbst lieben und jede für sich beansprucht die Wahrheit zu haben. Die Nächstenliebe, wie sie die christlichen Kirchen predigen, muß und kann nur ein praktizierbares und lebbares Verhalten sein. Die Kombination von gelebter Nächstenliebe und Erhaltung der Objekte ist durchaus auch vom Kulturstandpunkt von einer sehr besonderen Bedeutung. Wenn so sich die Kirchen und Klöster wirtschaftlich erhalten können, dann braucht es keine Ausgaben des Staates für die Kulturob-jekte und zudem kann es auch den Kirchen selbst vielleicht zu neuen Impulsen bringen. 

Pilgergesellschaft Müstair

Der Jakobsweg hat einen unbestreitbaren Kultstatus. Und die Bedeutung des Jakobsweges steht außer jedem Zweifel und Streit. Doch es ist angebracht, daß es für Europa besondere Wege zum Pilgern gibt, deren Bezug sich aus der Geschichte herleitet. Deshalb ist der Gedanke, wenn ein Pilgerweg den Men-schen schon gut tut, ist auch jeder neue Weg geeignet dafür.

So ist ein Weg, welcher das Kloster Müstair im Mittelpunkt hat, ein Kloster, welches auf Karl den Großen zurückgeht, besonders für Europa geeignet. So soll dieser Weg durch die Berge zum Kloster Müstair füh-ren und in Richtung Rom nach Umbrien zum Franziskusweg. Damit verbinden sich zwei Wege, die, wenn sie bis Rom gegangen werden, eine neue Dimension eröffnen.

Die Pilgergesellschaft soll mit der Refugiengesellschaft die Betreuung sowohl der Pilger übernehmen, wie auch für die Refugien sorgen. So sollen die Wege in Abschnitte eingeteilt werden, die jeweils von einer Gruppe der Pilgergesellschaft betreut werden. Von der Markierung bis zu den Unterkünften und der Ver-pflegung. Das schließt keinesfalls die Zusammenarbeit mit der Jakobsweggesellschaft aus, im Gegenteil, es soll eine intensive Zusammenarbeit geben. 

Refugiengesellschaft

Die Refugiengesellschaft ist der Träger der Unterkünfte für die Pilger der Pilgergesellschaft Müstair. Aber das heißt nicht, daß nur dieser Weg betreut werden soll, sondern alle Wege, die sich an- und zusammen-schließen. Da der Jakobsweg bereits damit versorgt ist, können hier andere Wege betreut werden. Ob nun die Refugiengesellschaft eigene Unterkünfte baut oder vorhandene Möglichkeiten übernimmt, das hängt davon ab, wie die Lage ist.

So könnten aus vorhandenen Immobilien durchaus Refugien gemacht werden. Die Baubruder-schaft wäre dafür zuständig. Damit schaffen wir Beschäftigung, die zum Einen Sinn macht und Vielen zu Gute kommt, zum Anderen werden so Objekte erhalten und einem neuen Zweck zugeführt. Es geht nicht um den Luxus, sondern um das Einfache.  

O’Francis

Gegen den Strom zu schwimmen braucht sicherlich eine Menge an Kraft. Aber es ist auch der Weg zur Quelle. So ist der Gedanke von O’Francis das Gegenteil von den Fastfoodeinrichtungen. Hier ist der besondere Berührungspunkt von Les Miserables und Einrichtungen, wie die Tafel und Anderen.

Es wäre dies die Chance und Möglichkeit, daß Menschen trotz der materiellen und finanziellen Nöte an einem öffentlichen gesellschaftlichen Leben teilnehmen können. Zudem kann so die Verpflegung Vieler sichergestellt werden. Dabei ist die Kooperation mit der Tafel als Zulieferer für O’Francis deswegen von Bedeutung, weil sich so ein Kreis schließen läßt.

Auch ist es eine Chance und Möglichkeit, daß die Betroffenen so zu einer Beschäftigung kommen können und damit die diese Aktivität zu einer Selbstverwaltung bringen. Gerade betrifft dies Alle jene, die von einer Mindestsicherung leben müßen oder aus anderen Gründen nur sehr geringe Mittel zur Verfügung haben.

Es wäre dies auch der Ausgangspunkt, daß weitere Möglichkeiten angeboten werden, welche von den Betroffenen aufgenommen werden können und so sich neue Horizonte eröffnen ließen. Armut und Elend können nicht nur verwaltet, sondern müßen gestaltet werden, damit Armut und Elend so Schritt für Schritt reduziert und im Idealfall beseitigt wird.

O’Francis wäre daher der Treffpunkt und Ausgangspunkt sich die Zukunft selbst zu gestalten und auch für Vieles mehr. Nur tun müßen wir es schon selbst, weil es von alleine sich nicht selbst macht.